Aktuelle Konzepte des Green New Deal haben sehr unterschiedliche Ausrichtungen; von radikal bis neoliberal. Das Konzept der EU-Kommission spielt dabei eine besondere Rolle. Katharina Schramm analysiert in einem Artikel für die Zeitschrift Z solche Konzepte und schlussfolgert: „Die politische Offenheit des Green New Deal bietet … einerseits Chancen für progressive Interventionen, bringt aber auch viele Widersprüche mit sich. Unter dem Deckmantel eines Green New Deal bietet sich die Möglichkeit für weitgehende sozialdemokratische bis öko-sozialistische Reformprogramme. Andererseits erscheinen unter demselben Label ebenfalls Vorschläge für kapitalistisches Greenwashing, die nichts an den gesellschaftlichen Eigentums- und Machtverhältnissen ändern wollen. Die aktuell politisch relevantesten radikalen Green New Deal Konzepte kommen aus den Reihen von Bernie Sanders und der britischen Labour Partei. … Dass unter dem Label eines Green New Deal jedoch auch wirtschaftsliberale Maßnahmen verfolgt werden können, zeigt das Konzept der Europäischen Kommission.“

Klaus Busch fragt in der Zeitschrift Sozialismus, ob mit dem europäischen Green Deal die Stagnationskrise der EU überwunden werden kann. Luc Triangle, Generalsekretär von industrAll, kommentiert aus gewerkschaftlicher Sicht: „Der europäische Green Deal wird nicht von Erfolg gekrönt sein, wenn es keine starken Regelungen für einen fairen, demokratisch gestalteten Übergang gibt.“ Zum „Green Deal“ der EU-Kommission hat das gewerkschaftliche IMK in seinem Jahresbericht argumentiert.

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