Statt gemeinsam agieren die EU-Staaten im Umgang mit dem Coronavirus einzeln und ohne Koordination. Experten warnen vor möglicherweise fatalen Folgen. Nico Schmidt und Paulo Pena – ein Bericht von investigate europe

Unter der Überschrift „Europa muss jetzt finanziell zusammenstehen“ hat eine „Überraschungskoalition“ von führenden Ökonomen einen Aufruf publiziert. Zu dieser Koalition gehören der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Michael Hüther ebenso wie der Direktor des gewerkschaftlichen IMK Sebastian Dullien sowie Peter Bofinger, der auf Vorschlag der Gewerkschaften dem Sachverständigenrat angehört hat. Das IW hat den in der FAZ erschienenen Text auf seiner Seite dokumentiert. Er erschien in Übersetzung auch in Le Monde, Het Financieele Dagblad und El Mundo. In dem Text heißt es:  „Die Starken müssen den Schwachen helfen. Jetzt ist der Moment, wo die oft beschworene Schicksalsgemeinschaft Europa Flagge zeigen muss.“

EU und die Coronakrise: „Ein Lackmustest für europäische Solidarität“
In der Coronakrise brauche es nun eine finanzpolitische Solidarität in Europa, sagte Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, im Deutschlandfunk. Wenn es am Ende nur die Chinesen oder Russen seien, die Italien und Spanien helfen, dann werde der Zerfall der Europäischen Union unaufhaltsam sein.

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