Die griechische Arbeitsministerin Eftychia Achtsioglou spricht am 16. März 2017 bei der IG Metall in Frankfurt zur Situation in Griechenland. (Einladung hier) Dabei wird sie auf den aktuellen Konflikt eingehen: Denn die Gläubigerinstitutionen der EU, Bundesfinanzminister Schäuble sowie der IWF drängen auf weitere Deregulierungen des Arbeitsmarkts. Diese Forderungen stehen im krassen Gegensatz zu den Empfehlungen einer europäischen Expertenkommission, die durch eben diese “Institutionen” eingesetzt wurde. Auch der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann und der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) kritisieren die Forderungen der Gläubiger scharf. Der DGB kritisiert, dass das „Griechenland-Geschacher“ weiter geht. Zugleich wurde eine Initiative gegen die Privatisierung der Wasserversorgung gestartet.

Expertenkommission macht fortschrittliche Reformempfehlungen

Im letzten Griechenland-Memorandum von 2015 war die Einsetzung einer Expertenkommission festgelegt worden, die nach den massiven Eingriffen in ArbeitnehmerInnenrechte und die Tarifautonomie Vorschläge für neue und bessere Arbeitsbeziehungen in Griechenland unter Berücksichtigung vorbildlicher europäischer Erfahrungen erarbeiten sollte. Aus Deutschland waren die Professoren Gerhard Bosch (IAQ/Universität Duisburg-Essen) und Wolfgang Däubler (Universität Bremen) Mitglieder der Kommission. Der komplette Bericht ist sowohl in englischer Sprache als auch in deutscher Sprache verfügbar. Und hier gibt es Kurzfassungen der Empfehlungen der Expertenkommission in deutscher Sprache und in englischer Sprache.

Wir dokumentieren hierzu umfangreich hier.